Was ist Hypnose ?

 

Der Ausdruck Hypnose stammt aus dem griechischen Wort „hypnos“ und bedeutet Schlaf. Eingeführt wurde der Begriff von dem Schotten James Braid.
Da die Hypnose aber kein Schlaf oder schlafähnlicher Zustand ist, hat dieses Wort schon zu vielen Missverständnissen geführt. „Nach Dietrich Langen ist Hypnose ein durch Suggestion herbeigeführter Zustand, mit einer auf die Stimme des Hypnotisators eingeengten und unterschiedlich gesenkten Bewusstseinslage und trophotropen vegetativen Umschaltung.“ (Meinhold, 1997, 32)

 

Um die Definition von Langen zu verstehen, müssen weitere Fachbegriffe definiert werden. Suggestion stammt aus dem lateinischem Wort „subgerere“ und bedeutet unterschieben. Die Suggestion sei „ein ichfremder Einfluß, der bei positiver emotioneller Wechselbeziehung angenommen und autosuggestiv verarbeitet wird“ (Meinhold, 1997, 35). Diese Definition stammt von vorhin genannten Professor Langen.
Er meint damit, dass die Suggestion eine Eingebung ist, die bei einer emotionalen Beeinflussung von Hypnotisanden (Person, die vom Hypnotiseur/Hypnotisator hypnotisiert wird) und Hypnotiseur, sich selbst eingegeben wird.

„Die Hypnose ist ein natürlicher Bewußtseinszustand (kein Schlafzustand) mit konzentrierter bzw. eingeschränkter Vigilanzbreite und der Möglichkeit der erhöhten Bewußtseinsaufmerksamkeit bzw. Wahrnehmung in Richtung der Konzentration sowie Erweiterug der Bewußtseins auf sonst unbewußte, innerseelische, geistige und körperliche Bereiche. Die Hypnose ermöglicht körperliche, seelische und geistige Leistungen, die willkürlich nicht zu erbringen sind.“ (Meinhold, 1997, 33)

Unter Hypnose ist also ein veränderter Bewusstseinszustand mit erhöhter Aufmerksamkeit zu verstehen. Ein weiterer wichtiger Begriff, der uns in dieser Arbeit beschäftigen wird, ist Trance. Rauscher (2016, 6) beschreibt den Zustand der Trance als zentralen Bestandteil der Hypnosebehandlung. Es sei ein Phänomen, das den meisten Menschen bekannt ist. Wir erleben diesen Zustand, wenn wir Tagträumen oder fokussiert lesen. Bei beidem vergessen wir die Umgebung. Vielleicht kennen Sie diesen Moment, wenn sie einige Zeit mit dem Auto fahren, z.B.: auf längeren Autobahnabschnitten, wo Sie die Zeit vergessen und kurz (oder auch länger) wie weggetreten sind und dann plötzlich wieder zu sich kommen. Es ist Ihnen nichts passiert, aber Sie waren für eine gewisse Zeit mit Ihrem Geist woanders. Dieser Zustand ist mit einer Trance vergleichbar. Bei Trance handelt es sich also um einen veränderten Bewusstseinszustand, der durch die Hypnose erreicht wird. In diesem Zustand ist unsere Aufmerksamkeit auf unser inneres Erleben gerichtet und unser Verstand in den Hintergrund getreten. Die Trance ist weder ein Wach- noch ein Schlafzustand. Trance kann man auch mit der Phase kurz vor dem Einschlafen vergleichen. Man sieht innere Bilder, kann aber die Außenwelt noch wahrnehmen. In diesem Zustand sind wir Menschen besonders beeinflussbar und es gelingt uns, einfacher innere Kraftquellen oder Überzeugungen zu aktivieren.

Was bedeutet Trance ?

 

Rauscher schreibt (2016, 2), dass die Begriffe Hypnose und Trance synonym verwendet werden, wohin hingegen Hypnosetherapeut Reiner Müller Hypnose als den Prozess beschreibt, indem der Hypnotiseur seinem Klienten in den Zustand der Trance anleitet.

Was ist Selbsthypnose ?

 

In den Zustand der Trance kommt man nicht nur, wenn man angeleitet wird, sondern man kann sich auch selbst in Trance begeben. Dies wird durch eine sogenannte Selbst- bzw. Autohypnose möglich. Bei der Selbsthypnose leitet man sich selbst entweder mit den eigenen, inneren Worten oder mit einer Tonaufnahme, die von einem selbst oder von einer anderen Person aufgenommen wurde. Stetiges Üben in Selbsthypnose ermöglicht es, leichter in Trance zu fallen.